Vorbemerkung:
Einige Textstellen dieser Seite sind entliehen, teils leicht umgewandelt, aber in Anlehnung oder aus dem Buch „Weißt du zu ritzen?“ von Dr. phil Thomas Höffgen, dessen Buch wir absolut empfehlen können.
Runen Ursprung und Historie
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Runen Ursprung – Woher kommen die Runen?
Die Wurzeln der Runenkunst liegen im Zaubern und in schamanischer Arbeit. Runen kommen aus dem schamanischen Kultus unserer Vorfahren, hier bei uns den Germanen und Kelten, und wahrscheinlich sind sie schon viel älter, da auch unsere Vorfahren die Runen übernommen haben können. Siehe z.B. Runenähnliche Zeichen in den Höhlenmalereien in Frankreich.
Schamanen trommeln und tanzen, musizieren und meditieren, isolieren sich und fasten, hyperventilieren und halluzinieren, bemalen Höhlenwände und bilden Kleinkunstwerke, verwenden heilende Kräuter und verräuchern geweihte Harze, singen hymnische Weisen und schreien wie Wilde, sprechen Zaubersprüche und erzählen Göttergeschichten, brauen Zaubertrank und essen Fliegenpilz, bemalen sich mit Blut und schmücken sich mit Federn, geraten außer sich und verwandeln sich in Tiere, sind inspiriert und enthusiastisiert, schmucken glühende Kohlen und töten sich zum schein, schnitzen Geisterdolche und benutzen Zauberstäbe, orakeln aus Knochen und weissagen aus Eingeweiden.
Warum sollten Sie nicht auch geheime Zauberzeichen in geweihte Hölzer, Steine, Knochen oder Metalle ritzen?“(Zitat aus: Thomas Höffgen: Weißt du zu ritzen, S27)
Unsere Vorfahren, die Germanen und Kelten, haben Runen geritzt – in Haut, Holz, Stein… – um damit zu zaubern.
Wohlmöglich hat das Wort „Rune“ eine uralte indogermanische Wurzel, im altnordischen heißt Run „Geheimnis“. Runen wurden bei den Kelten z.B. in Buchenstäbe (ca. 5-10cm lang) geritzt (das Wort Buchstabe kommt daher).
Wenige Runensteine gibt es aus dem 1.Jahrhundert nach Christus, einige mehr aus der Zeit zw. 5.Jhrd und 13.Jhrd. Modern waren Runen auch bei den Wikingern, die diese Zeichen auf Ihren Reisen in andere Kulturen getragen haben.
Odin und die Runen
Unsere Vorfahren glaubten, dass der höchste der Götter selbst – Odin/Wodan – die Runen fand.
Nachdem er 9 Tage und neun Nächte lang kopfüber am Weltenbaum Yggdrasil gehangen hat, fragte er seine Runenschüler:
Weißt Du zu ritzen (die Runen)? Weißt du zu raten (deuten)?
Havamal 139/140, 158
Weißt du zu färben (mit Blut oder Ocker)? Weißt du zu fragen (die Götter)?
Weißt du zu bitten (um Rat und Hilfe)? Weißt du zu opfern (was willst du geben)?
Weißt du zu senden (raunen, sprechen)? Weißt du zu schlachten (was weg gehört)?
Odin zählt rituellen Handlungen auf, die ein Schamane bei seiner Arbeit ausübt …
Wozu benutzte man früher Runen?
Runen wurden bei den Germanen verwendet,
- bei der Beschwörung von Dämonen (gezaubert haben wahrscheinlich jedoch „nur“ die Kundigen)
- um Heilen und Segnen
- Um Toten- oder Schadenszauber auszuüben
- Zur Anrufung von Göttern
- …
„Die meisten seiner Künste lehrte er (Odin) die Opferpriester; und sie kamen ihm an Weisheit und Trollkunde am nächsten. Doch erlangten auch manch andere darin Erfahrung; und so breitete sich das Trollwesen weit aus und wurde lange geübt (Ynglingasaga 7)
Runen – was man heute mit Runen machen kann
Runen benutzt man auch heute zum Zaubern, Heil- und Schutz wie auch Schadenzauber können damit verstärkt bzw. durchgeführt werden.
Auch heute stellen wir Amulette mit Runen her und nutzen diese für akute konkrete Zauberei.
Dann, wenn man mit normalen Mitteln nicht mehr weiterkommt, können Runen das Mittel der Wahl sein.
Runen mögen heute anders gesehen, genutzt und verstanden werden. Heute werden Runen oft mit völkischen Ideologien assoziiert (obgleich Runen viel älter sind), oder zum Orakeln benutzt (was nicht belegt ist, dass es vor 2-3Tausend Jahren gemacht wurde)
Der Zauber der Runen ist auch heute noch vorhanden …


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